KLAVIER-ATELIER

Restaurieren -
unsere Philosophie


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WAS BEDEUTET "RESTAURIEREN" FÜR UNS?

Die Restaurierung historischer Klaviere verlangt vielerlei praktische und theoretische Kenntnisse und Fähigkeiten. Hohes handwerkliches Können ist eine selbverständliche Voraussetzung; hinzu kommt aber auch die Notwendigkeit, historische Arbeitstechniken anzuwenden und die entsprechenden Materialien zu benutzen. Quellenstudium und genaue Kenntnisse der Klavierentwicklung und der verschiedenen Typen sind ebenso unerlässlich.

Gert Hecher ist Mitglied des Österreichischen Restauratorenverbandes, daher gelten für das Klavieratelier auch die allgemeinen Richtlinien für die Restaurierung und Konservierung von Kulturgütern. Kurz zusammengefasst, bedeuten diese Richtlinien, daß die Erhaltung des historischen Materials als Informationsträger höchste Priorität hat, Eingriffe reversibel und dokumentiert sein müssen, und schlussendlich, daß eigenschöpferische Zutaten verpönt und Ergänzungen nach originalen Vorbildern anzufertigen sind. Restaurieren heißt Wiederherstellen eines möglichst originalen Zustandes!
Die hohe Qualität unserer Restaurierungen bewegt, neben privaten Kunden, auch etliche Museen, wie das Technische Museum Wien, die Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums in Wien, das Brahmsmuseum Mürzzuschlag, Schubertmuseum Schloß Atzenbrugg u. a. unsere Dienste in Anspruch zu nehmen.

Die hier beschriebenen Grundsätze sollten auch für moderne Instrumente gelten. Ein Klavier, das um 1920 gebaut wurde, hat zwar alle Konstruktionsmerkmale eines heutigen Instrumentes, trotzdem ist es auch ein Zeitdokument und somit ein "historisches" Objekt. Die heute übliche Art, diese Instrumente zu restaurieren, besteht bedauerlicherweise hauptsächlich darin, sämtliche wichtigen Bestandteile, wie Besaitung, Hämmer, oft die ganze Mechanik einschließlich der Klaviatur, in manchen Fällen sogar den Resonanzboden, zu entfernen und durch neues Material zu ersetzen. Solche Klaviere kann man per definitionem nicht als "restauriert" bezeichnen, weil sie ihren originalen Charakter, und damit leider auch ihren Charme und hohen ästhetischen Wert eingebüßt haben. Es ist unsere tiefe Überzeugung, daß viele Schäden durch restauratorische und konservatorische Maßnahmen - manchmal reicht eine simple Reinigung! - statt durch bloße Erneuerung behoben werden können und somit die originale Erscheinung eines Instrumentes eher gewahrt bleibt. Keinem Menschen würde heute mehr einfallen, den Resonanzboden eines vierhundert Jahre alten Cembalos zu erneuern; bei einem Flügel von 1880 wird das von manchen bedenkenlos getan, um das Instrument dann als "wie neu" zu verkaufen. Wo ist der prinzipielle Unterschied? Wollen wir ein Cembalo von 1600, das "wie neu" ist? Im übrigen läßt sich jeder noch so zerrissene Resonanzboden wieder zu einem klingenden Ganzen fügen - es bedarf dazu eines gewissen handwerklichen Könnens und einiger Mühe.

Zusammengefasst besteht der Unterschied zwischen jenen Maßnahmen und unseren vor allem darin, daß dort mit neuem Material rasch ein spielbarer Zustand hergestellt wird, während bei uns der handwerkliche Arbeitsaufwand größer ist, dafür aber die Originalität einen höheren Stellenwert hat. Preislich ist der Unterschied nicht groß - manchmal ist das neue Material sogar teurer als der Mehraufwand an Arbeit.

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